Yazd
Dienstag, den 12. April 2011 um 23:37 Uhr    PDF Drucken E-Mail

Yazd Jame Moschee

)Yazd/jæzd/) (auch Yasdi, Jasd oder Jesd) ist eine der ältesten Städte des Iran und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Yazd. Yazd hat eine Bevölkerung von rund 486.500 Menschen (Berechnungsstand 2012). Die Stadt liegt 250 km östlich von Isfahan.

Yazd wurde an einer Oase gegründet und liegt zwischen den Wüsten der Dascht-e Kavir und der Dascht-e Lut. Die Stadt besteht seit dem dritten Jahrtausend vor Christus und war das Zentrum des zoroastrischen Glaubens im Iran. Hier findet man heute noch viele Feuertempel (pers. Atashkadeh). Bei ihrer Gründung soll die Stadt an einem heute trocken gefallenen großen Binnensee gelegen haben. Für die Wasserversorgung werden bis heute teilweise schon in der Antike angelegte Wasserkanäle und -röhren (Qanat) eingesetzt.

Geschichte: Nach dem Untergang des Sassanidenreiches und der Eroberung Persiens durch die muslimischen Araber im 7. Jahrhundert wurde die Stadt im Mittelalter unter anderem von der Lokaldynastie der Kakuyiden und (anschließend) den Atabegs von Yazd beherrscht, bevor sie von den Mongolen erobert, aber nicht zerstört wurde. Yazd wurde 1907 historisch bedeutsam, als die Grenz- bzw. Scheitelpunkte der britisch-russischen Interessensphären in Persien vertraglich festgelegt wurden. Der russische Einfluss sollte nördlich einer Linie von Yazd, nordwestlich bis nach Kurdistan bzw. von Yazd nordöstlich zum persisch-afghanisch-russischen Dreiländereck dominieren (heute iranisch-afghanisch-turkmenisches Dreiländereck), südlich davon der Britische.